Killerspiele, der ewige Sündenbock

Bei einem kurzen Blick in die Sendung Lokalzeit Köln habe ich mich schon wieder geärgert, dass mein Zappfinger nicht einfach stillhalten kann. Und mir kam blitzartig ein Gedanke: wenn heutzutage sogenannte Killerspiele für Amokläufe und Massenmorde verantwortlich sein sollen, welchen Auslöser gab es dann vor 30, 40 Jahren?
Das Fernsehen kann es nicht gewesen sein (was lief denn da schon?), soziale Umfelder waren doch auch immer Ordnung (klar, früher war schließlich alles besser), bleiben also….Bücher?
Genau, geschriebenes Wort, denn das Wort ist immerhin mächtiger als das Schwert und irgendwo muss doch etwas zu finden sein, das Erklärungen hergibt.

Liebe Politiker, Kirchenleute, Psychologen und wer sich sonst noch berufen fühlt, die ultimative Wahrheit mit Löffeln gefressen zu haben…ein gutgemeinter Rat: nicht alles lässt sich so einfach erklären, wie ihr es gerne hättet.
Wie wäre es zur Abwechslung also mal damit, das subjektive Gehabe an die Wand zu hängen und sein Hirn auch zu nutzen?

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3 Responses to Killerspiele, der ewige Sündenbock

  1. Och das ist einfach und widerspricht leider deiner Mutmaßung.
    Vor Computerspielen waren tatsächlich Dinge wie Metal- davor böse Rockmusik, das Fernsehen, das Radio und fragwürdige Literatur der angebliche Auslöser für allerlei Verdorbenheiten der Jugend und Gesellschaft. (Tsts betreibst nen Blog und erzählst nicht mal davon :P)

    Und dass es den meisten Politikern und Psychologen nicht darum geht was der wahre Grund sein könnte, ist schon seit Jahren deutlich. Solche Dramen werden gern als Aufreisser dafür her genommen den eigenen Wahlkampf zu pushen, durch „wir müssen, wir brauchen, WIR WISSEN!!!“ Aussagen unsichere Wähler für sich zu gewinnen. Wenn es einen Wissenschaftler oder Doktor gibt der vor laufender Kamera den Blödsinn für ein bisschen Ruhm und Geld unterstützt, umso besser das macht es glaubwürdig.

    So sehr Norwegen auch ein Drama seinesgleichen darstellt, dafür dass allein durch das Dossier Killerspiele auf dem Silbertablett präsentiert wurden, hat sich Politik und Medien bis auf zwei kleine Ausreisser dieses Mal erstaunlich bedeckt gehalten.

    • lunara says:

      Fragwürdige Literatur, Musik, Games, Sonstwas, was sich mir entzieht ist, dass offenbar alle selbsternannten Experten eine derart beschränkte Sichtweise haben, dass ich kotzen möchte. So verschroben und methusalemgeprägt kann man eigentlich nicht sein.
      Aber es wirkt offenbar und wieder bewahrheitet sich der Satz ‚Jedes Volk bekommt die Regierung, die es verdient’…wir sind (bis auf unwesentliche Ausnahmen) Schafe, die blind folgen und blöken, wenn es verlangt wird.
      Übrigens, ich habe erst gestern noch einen Bericht über den Amoklauf in Norwegen gesehen, in dem die letzten Worte sich auf ‚Killerspiele‘ bezogen. Einige Themen sterben eben nie. Schön, hab ich wenigstens etwas, um mich zu ärgern ^^.

  2. Anonymous says:

    Ich glaube ja nicht alles, was mir so vorgesetzt wird, aber ich finde dass man schon Zusammenhänge finden kann, ohne lange zu suchen. Wenn die großen geistigen Führer der Menschheit raten sich im Geiste mit „guten“ Dingen zu verbinden, weil das die positiven Eigenschaften des Menschen „stärkt“, warum soll das Ganze nicht auch umgekehrt funktionieren. Ob diese Spiele allein „Schuld“ sind bezweifle ich auch, aber wenn sie „zusätzlich“ permanent gespielt werden, kann mir keiner erzählen, dass das keine Auswirkungen hat. Hier habe ich ausser „ich bin dagegen“ noch keine eigene Erklärung für diese Gewaltexzesse gefunden und ich finde der Schreiber macht es sich zu einfach, wenn er alle anderen „wirklichen“ oder auch nur die „sogenannten“ Experten als „verblödet“ hinstellt.

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